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MALORT
- Spielregeln
Das Geschehen auf
den jeweiligen Blättern wird weder befragt noch kommentiert.
Die entstandenen Bilder
haben keinen Empfänger und bleiben daher im Malort.
Gemalt wird stehend,
ohne aufzustützen.
Dabei
wird der Pinsel waagerecht zum Blatt gehalten und gestrichen (weder
gerieben, noch aufgedrückt!).
Die Bewegungsfreiheit ist im Malspiel von großer Bedeutung, ebenso der
sorgfältige und rücksichtsvolle Umgang mit den Malutensilien. Jeder
trägt dafür Mitverantwortung.
Gegebenenfalls weist der Dienende auf die Handhabung hin.
Das
Malspiel im Einzelnen ereignet sich nach eigenen Gesetzmäßigkeiten und
kann im Tun, im Prozess von jedem unmittelbar erfasst werden ...
Der
Palettentisch mit seiner für jeden verbindlichen Ordnung der Farben,
Wasserbecher und Pinsel ist das gemeinsame Instrument, von dem
aus jeder Spielende sein eigenes Blatt erreicht, in dem er seine ganz
persönlichen Spuren hinterlässt, die für niemanden bestimmt sind ...
Im Malort wird jeder
Spielende mit dem, was er gerade zum Malen benötigt, bedient.
Der
Spielende braucht sich um nichts zu kümmern und kann sich allein auf
das Geschehen und das Ausfließenlassen seiner Spuren auf seinem Blatt
konzentrieren.
Der Dienende kommentiert bzw. befragt die entstehenden bzw. entstandenen
Bilder nicht.
Der
Dienende fördert und ermöglicht gewissermaßen die individuellen Bedürfnisse
der Spielenden und somit ihre natürliche Spur ...
Das Tragen von Kittelschürzen
soll einerseits die Kleidung vor Farbe schützen, andererseits bewirken
sie ein Andersaussehen, ein Nicht-Alltäglichsein.
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